Aktien Frankfurt Ausblick: Unsicherheit setzt sich fort

 


Ein so genanntes Goldverbot wird meist von Regierungen erlassen, wenn sich Staaten in einer Währungskrise befinden. Da die Nachfrage mit dem gestiegenen Angebot nicht mithalten konnte, begannen Nachfrage und Preise zu sinken. Allgemeingültige, messbare und akzeptierte Normen fehlen. Schwellenländer sind meist geprägt durch einen starken Gegensatz zwischen Arm und Reich. Verbote und Beschränkungen des privaten Gold- und Silberbesitzes gab es in der Geschichte in allen Gesellschaftssystemen , angefangen von der klassischen Antike über die mittelalterlich-feudale Gesellschaft bis zu den sozialistischen Staaten und Entwicklungsländern der Neuzeit.

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Eisenmann hat sich das gut gemerkt. Kräftige Lohnsteigerungen, wie sie die Basis bei der Tarifrunde in diesem Frühjahr verlange, und weitere Arbeitszeitverkürzungen im Herbst, das sei nicht zu schaffen. Das brächte dann endlich auch die Gewerkschaften aus der jahrelangen Defensive. In den Küstenländern leben die Metaller in ständiger Angst um ihre Jobs.

Wie Bollen denken alle Mitglieder der Tarifkommission für das nordwestliche Niedersachsen. Einstimmig beschlossen sie am Dienstag vergangener Woche, die Arbeitszeitverkürzung müsse "höchste. Priorität" behalten und dürfe nicht "zugunsten anderer Überlegungen verschoben werden". Er deckt sich mit einer Analyse der IG-Metall-Zentrale, die kürzere Wochenarbeitszeiten und damit die Massenarbeitslosigkeit so schnell wie möglich wieder zu einer zentralen politischen Frage machen möchte.

Mit einer Tarifrunde, bei der es nicht um gesellschaftspolitische Themen, sondern nur um die Verteilung von Lohnprozenten gehe, seien die Arbeitnehmer nicht so zu mobilisieren wie während der Auseinandersetzungen um die Stunden-Woche vor zwei Jahren. Wenn nächstes Jahr Kohl erst wiedergewählt sei, meinen die Metaller wohl zu Recht, werde es noch schwieriger, weitere Arbeitszeitverkürzungen durchzusetzen.

Für Bezirksleiter Eisenmann in Stuttgart ist das alles graue Theorie. Der pragmatische Schwabe schaut auf seinen Kalender, und da passen langwierige Auseinandersetzungen um die Stunden-Woche nicht hinein. Acht Wochen später beginnen die Sommerferien im Schwabenland, danach müssen sich die Funktionare auf den Gcwerkschaftstag im Oktober vorbereiten. Gegen kräftige Lohnerhöhungen haben die Bonner nämlich diesmal wenig, gegen weitere Arbeitszeitverkürzungen aber eine Menge einzuwenden.

Um den Aufschwung unbeschadet ins Wahljahr hinüberzuretten, braucht die liberal-konservative Regierung konsumfreudige Verbraucher. Die wiederum können nur Geld ausgeben, wenn die Lohnerhöhung reichhaltig ausfällt. Mit dem Dollarkurs sinken auch die Absatzchancen der deutschen Exporteure. Deshalb sollen nun die bundesdeutschen Verbraucher den Aufschwung absichern.

Die Rechnung könnte aufgehen, wenn die Inflationsrate tatsächlich so niedrig bleibt, wie die Bundesregierung im vergangene Woche verabschiedeten Jahreswirtschaftsbericht annimmt und der private Konsum wirklich um rund fünf Prozent zunimmt. Lohnerhöhungen von vier bis 4,5 Prozent wären gerade richtig, hat Bundeswirtschaftsminister Martin Bangemann am vorletzten Wochenende in einem unbedachten Moment bereits ausgeplaudert.

Die Unterhändler der Tarifparteien setzen sich dann dem Verdacht aus, sie hätten nicht das Letzte herausgeholt, sondern sich an eine Lohnleitlinie der Bundesregierung gehalten. Dass eine Währung auf- und abgewertet werden kann, ist kein Spezialwissen studierter Ökonomen. Gerade aufmerksame Leser tagespolitischer Literatur kennen den Begriff, sobald es wieder um Griechenland geht, deren Mitgliedschaft im Euro ihnen die Möglichkeit genommen hat, die internationale Wettbewerbsfähigkeit durch eine Abwertung der eigenen Währung wieder herzustellen.

Doch was genau ist mit einer Auf- bzw. Wie genau sehen Sie aus, welche Mechanismen stecken dahinter und welche Auswirkungen ziehen sie nach sich? Wie so fast alles im Leben hat dieser Vorgang Vor- und Nachteile.

Für ein Land wie Deutschland, das viele Waren ins Ausland exportiert, bedeutet das, dass die Exporte teurer werden und ausländische Touristen bei ihrem Besuch tiefer in die Geldbörse greifen müssen. Andererseits werden Importe billiger. Um das Geschriebene durch ein Beispiel zu veranschaulichen, nehmen wir mal an, ein Dollar kostet ein Euro. Nun kommt es zu einer Aufwertung des Euros um 20 Prozent. Das bedeutet, ein Euro kostet nun 1,20 Dollar.

Für eine Ware im Gegenwert von Euro muss ein amerikanischer Importeur nun 20 Dollar mehr zahlen, der Export aus dem Land mit einer aufwerteten Währung wird demnach teurer. Andererseits jedoch werden die Importe billiger. Da alle Rohstoffe in Dollar gehandelt werden, werden diese nun auch preiswerter.

Verbraucher merken dies am ehesten an der Tankstelle, wenn die Benzinpreise sinken. Man kann daher nicht generell sagen, dass eine Aufwertung der Währung immer gut oder schlecht ist. Ein Faktor ist natürlich die wirtschaftliche Struktur des einzelnen Landes. Ist ein Land von Export abhängig, ist eine Aufwertung eher schlecht. Ähnliches gilt für Länder, die stark vom Tourismus abhängig sind. Von einer Abwertung spricht man dann, wenn die eigene Währung im Vergleich zur Fremdwährung an Wert verliert.

Die Auswirkungen sind das genaue Gegenteil von dem, was eine Aufwertung nach sich zieht. Importe werden teurer und Exporte billiger. Auch hier soll zur besseren Veranschaulichung ein Beispiel genannt werden. Greifen wir die Zahlen von oben noch einmal auf. Wird durch eine Währungsabwertung Parität erreicht, kostet die Ware nun Dollar. Allerdings steigen die Kosten für den Import. Nicht wenige Länder haben in Zeiten einer wirtschaftlichen Rezession ihre Währung abgewertet, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen.

Als Beispiele seien hier Kanada und Finnland Anfang der er Jahre genannt, bei denen Abwertungen als ein Bestandteil wirtschaftspolitischer Reformen geschahen. Es gibt Ökonomen, die diesen Ländern eine bessere wirtschaftliche Situation zusprechen, wenn sie nicht im Eurosystem eingebunden wären. In Finnland gibt es derzeit ähnliche Diskussionen.

Dass der schwedische Nachbar seit der Krise ein besseres Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hat, wollen manche Finnen darin erkennen, dass sie immer noch ihre Krone haben und eine flexiblere Wirtschaftspolitik betreiben können. Manche Ökonomen kritisieren die einseitige Sicht so mancher Politiker, die das Heil in einer Abwertung sehen und notwendige Reformen so aufschieben.

Wie aber kann eine Abwertung vollzogen werden? Bei dieser Frage muss man erst einmal eine Unterscheidung treffen zwischen den verschiedenen Arten der Wechselkurse unterscheiden.

Bei einem festen Wechselkurs, in dem der Staat oder die jeweilige Zentralbank einfach die Wechselkurse festsetzt, genügt es, die Währung einfach zu verbilligen. In allen anderen Fällen muss die Zentralbank auf dem Devisenmarkt sich aktiv einmischen. Ihr Streben nach einer Abwertung der eigenen Währung liegt in dem Ziel begründet, keine wirtschaftliche Stagnation zuzulassen. Dem Dogma zufolge, dem alle Zentralbanken folgen, hat das frühere Gespenst der Inflation schon lange an Schrecken verloren.

Der Gedanke dahinter ist relativ simpel: Eine Geldentwertung soll Unternehmen zwingen, früher ihr Geld zu investieren, da die Investition ein Jahr später schon mehr Geld kostet. Diese Investitionen sichern den Umsatz anderer Firmen etwa der Lieferanten und Zulieferfirmen , die die wiederum mehr Mitarbeiter einstellen, um die steigende Nachfrage bewältigen zu können. Dieser ganze Anreiz geht verloren, wenn das Geld nicht an Wert verliert oder sogar im Rahmen einer Deflation an Wert zulegt.

Gerade bei Letzterem, so die Theorie weiter, schieben Unternehmen Investitionen auf die lange Bank und hoffen, dass sie im Laufe der Zeit noch billiger werden. Wenn die Zentralbank den Leitzins massiv senkt, um diese Entwicklung einzuleiten, setzt sie damit gezielt viel Geld in den Wirtschaftskreislauf. Das hat zur Folge, dass die eigene Währung en masse auf dem Markt vorhanden ist, das Angebot die Nachfrage auf dem Devisenmarkt bei weitem übersteigt und der Wert des Geldes im Bezug zu anderen Währungen an Wert verliert.

Banken beschaffen sich das Geld bei den Zentralbanken.